Drip happens: Schokoladen-Brownies à la Jackson Pollock – und ein geniales Kochbuch

6 Gedanken zu “Drip happens: Schokoladen-Brownies à la Jackson Pollock – und ein geniales Kochbuch”

  1. Yeah! Action-Cooking à la Pollock! Hier vermischen sich die Künste, Kunst ist eine Zutat und aus Augenweidengemälden berühmter Maler werden Gerichte. Bestimmt funktioniert das auch mit Musik. Da wird schnell mal aus Tschaikowskys Blumenwalzer ein mit Veilchen und Rosen garniertes Zitronensorbet, aus Schuberts „Lied der Forelle“ natürlich nicht unbedingt was mit Dorsch oder Scholle.
    Das Rezept klingt köstlich, wenigstens kann ich hierbei die Zutaten geschmacklich verorten, was bei anderen Rezepten schwierig ist, weil vieles davon mir unbekannt und exotisch ist.
    Lieben Frühlingsgruss von Amélie

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    1. Tausendundeinen Dank, meine Liebe! Und probier‘ es gern mal aus. Das Backen und insbesondere das Action-Painten am Ende macht wirklich Spaß.

      Mit Musik kann ich mir das auch super vorstellen, wobei man da eventuell schon synästhetisch begabter sein muss, um Klang so wahrzunehmen und verwandeln, dass man Musik und wie sie als Essen aussieht und schmeckt überindividuell nachvollziehbar machen kann. Grundsätzlich liebe ich ja Musik – und die Verbindung zum Essen zelebriere ich auch gern. 🙂

      Mal sehen, ob mir da was einfällt. Coole Idee!

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      1. Wie gerne würde ich das mal ausprobieren. Mir fehlt etwas in meiner Küche, das zum vergnügten Erschaffen kulinarischer Gaumenkitzler unabdingbar ist: Platz! Kochen und Backen ist bei mir Tetris-to-go. Das funktioniert so ähnlich wie Pokémon-to-go, macht aber bestimmt viel weniger Spaß.

        Ist denn die synaptische Verquickung von Gemälden mit Gerichten nicht auch Synästhesie? Wie die bunten Buchstaben und Zahlen? Wie die Musik, die beim Anblick mancher Kunst orkanartig die Rübe sintflutet? Wie der Geschmack von Blaubeeren, Vanille und Baisersahne beim Hören der blauen Donau von Strauß? Schlüge sich die Sahne im Dreivierteltaktwellen?
        Höre ich Chopins Nocturne in cis-moll , schmecke ich Mandarinen, außen grün, innen orange, bittersweet.
        Und auch beim Betrachten von Gemälden, Farben, schmecke ich oft etwas dabei, daher liest sich Dein Beitrag so faszinierend.
        Lieben Dank!

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  2. Den Geschmack von Blaubeeren, Vanille und Baisersahne auf der Zunge beim Hören der blauen Donau von Strauß? Ich staune fasziniert.

    So sehr ich ein Faible für Sinne, Sinnlichkeit und Ästhetik habe, Synästhesie erlebe ich tatsächlich nur bedingt. Manche Musik löst in mir durchaus Kopfkino aus – aber am Gaumen höchstens dann, wenn es erinnernd passiert, weil ich bestimmtes erlebt und gegessen habe, während bestimmte Stücke oder Songs/Alben liefen.

    Und ein Stück weit ist das kunstvolle Verquicken von Aromen und Kompositionen mit Kunstwerken sicher auch synästhetisch, wobei ich es fast noch eher als kreativ assoziierend erlebe. Synästhetische Wahrnehmungen passieren ja eher unter- bis unbewusst, zumindest aber nicht gesteuert.

    Ist ja auch wumpe. Total spannendes Feld! Chopins cis-Moll-Nocturne in ihrem tonalen Schwanken, scheu, unsicher tastend wie eine Katze, die sich von einem Knall oder Schrei aufgeschreckt durchs Unterholz bis an den Bach abseits der Häuser schleicht, seinen Biegungen und seinem Sprudeln noch etwas vorsichtig folgend… und doch in alledem poetisch wunderschön. Laut Spotify ist zumindest bei meiner liebsten Einspielung von Arthur Rubinstein die Des-Dur-Nocturne ja mit meilenweitem Abstand die beliebteste, während mir die erste in b-Moll und die in f-Moll ja die liebsten sind.

    Und Platzmangel: Könntest Du nicht einfach die Brownieform auf einem Tisch in einem Nebenzimmer drapieren und da – vielleicht etwas vorsichtig, um nicht renovieren zu müssen, tropfen und klecksen?

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  3. Experimentelle Stauraumbeschaffungsmassnahmen probierte ich schon viele. 34 qm Wohnwabe, ein Tortenstückchen in einer etwas derangierten 60-er-Jahre-Hochhausschönheit, keine einzige gerade Wand, alles spitz- oder wahlweise weitwinklig…da wird es schwierig mit Arbeitsplatz. Nicht einmal ein richtiger Tisch passt in die Wohnwabe. Wenn ich für meine liebste Freundin Ruth Kotopoulo psito, also griechisches Zitronenhuhn im Ofen mit Rosmarinröstkartoffeln und Feldsalat mit Walnüssen koche, brauche ich drei Stunden Vorbereitungszeit, weil jeder Handgriff genau überlegt sein muss, damit ich keine Stauprobleme mit den Utensilien und Kochabfolgen bekomme. Es macht einfach nicht so richtig Spaß, dauernd jonglieren zu müssen.

    Seit 13 Jahren weiß ich, dass ich Synästetin bin. Wurde auch mal drauf getestet, dabei kam das raus. Meine Synapsen machen kuriose Sachen mit mir und das mit den bunten Zahlen und Buchstaben im Kopf stimmt auch. Es ist gut, dass ich weiß, was es ist. Nix Schlimmes zum Glück, ich empfinde es eher bereichernd.
    Fein hast Du Chopins cis-nocturno beschrieben – genauso fühle ich es auch. Ich kann dir nicht einmal sagen, welches mein liebstes wäre, denn ich liebe sie alle gleichmäßig …

    Hab es gut und viele liebe Grüße

    Amélie🌱

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